Die schwarzen Brüder - Stichen von Hannes Binder

In der allgemeinen Vorstellung vom Kaminkehrer, überlagern sich Dichtung und Wahrheit. Das Museum möchte diese beiden Ansichten in Form eines Denkanstosses gegenüberstellen. Die im Treppenaufgang ausgestellten, eindrücklichen Stiche von Binder laden den Besucher durch seine Interpretation zum phantasieren ein. Gleichzeitig führen sie ihn zu den wahren historischen Begebenheiten, die im letzten Stockwerk des Hauses der Genardini ausgestellt sind.

Die schwarzen Brüder. Der ursprünglich zweibändige Roman von Lisa Tetzner wurde 1941 veröffentlicht. Die Neuausgabe, die fast um ein Viertel des Originaltextes gekürzt wurde, ist von Hannes Binder, einem Züricher Illustrator (1947) bebildert worden. Die Illustrationen ersetzen durch ihre Eindrücklichkeit vieles des gekürzten Textes und lassen die Orte und ihre Darsteller plastisch hervortreten.

Die Maltechnik. Die von Hannes Binder für seine Illustrationen eingesetzte Technik wird scraper oder falscher Stich genannt. Das Bild entsteht aus einem schwarzen Untergrund, auf dem der Illustrator das gewünschte Motiv mit dem Bleistift vorzeichnet. Danach bearbeitet er die Oberfläche mit einem feinen Messer indem er Teile abschabt und andere stehen lässt. Dadurch erzielt er die gewünschte Schwarz / Weiss Schattierung.